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Es war einmal...

Meine Stücke sind Unikate und erzählen eine Geschichte, z.B. die von Opa Herbert...

Opa Herbert hatte sein tolles, blau kariertes Hemd aus dem Schwedenurlaub´59 mitgebracht, damals als er sich in Inge verknallte. Viele Jahre sah ich Opa Herbert in blau kariert, bei Familienfesten, bei denen es immer so leckere "kalte Hundeschnauze" zu futtern gab. Auch kein Ausflug ohne das gute, bequeme blau karierte, man munkelt, dass Opa Herbert das blau karierte sogar bei seiner eigenen Hochzeit tragen wollte, das konnte Inge aber verhindern. Später, Inge war längst meine zukünftige Oma, war das gute Stück in die Jahre gekommen (Opa auch), aber zum rumbuddeln im Schrebergarten war das blau karierte immer noch Opas Favorit. Es war im Großen und Ganzen immer noch top, aber Opa Herbert ist mittlerweile etwas korpulenter und nun "spannte" es arg über dem Bauch. Oma Inge, langjähriges Eheweib und Familienoberhaupt, entschied - das Hemd hat ausgedient, zumindest für Opa Herbert.
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Jetzt kam ich ins Spiel, ich heiße Tom und bin Opa Herberts erster Enkelsohn. Das blau karierte ist jetzt meine supertolle Latzhose, und mit dieser Hose heirate ich Julia von nebenan, ehrlich, die ist schon sieben Jahre alt!

Ich nenne diese Art der Verarbeitung von alten, geliebten, tollen Stücken mit herrlichen Mustern und Farben, "Familienrecycling". Und damit niemand das Vorleben der Unikate vergisst, gibt es ein Ursprungszeugnis dazu, so hieße Toms Latzhose: ...ich war einmal: "Opas geliebtes Schrebergartenhemd".

 

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Neben dem kreativen Umgang mit den "ausgedienten" Kleidungsstücken, ist mir der ökologische Gedanke dabei sehr wichtig. Warum Material entsorgen, noch schön und geliebt, schon 100 mal gewaschen, so dass keine chemischen Rückstände mehr vorhanden sind, die der Haut von Babies und Kindern schaden können.

 

 

Also nicht versäumen - nichts in den Altkleidercontainer ohne vorherige Begutachtung bei Prinz-Linie.